Posaunenchor der Marienkirche Großenhain

Der Großenhainer Posaunenchor entstand innerhalb des Evangelisch-Lutherischen Männer- und Jünglingsvereines. 1899 gab Pfarrer Arnold den Impuls zur Gründung. Stadtmusikus Zeißler unterrichtete die ersten Bläser. Ab 1905 besuchten Großenhainer Bläser regelmäßig die sächsischen Landesposaunenfeste.

Herbert Gadsch, der 1937 die Organistenstelle an der Marienkirche antrat, übernahm für lange Jahre die Leitung des Posaunenchores. Durch seine Kompositionen für Bläser ist er vielen Posaunenchören über die sächsischen Landesgrenzen hinaus bekannt. 1981 wurde Joachim Jänke zum Kantor an der Marienkirche gewählt. In den 30 Jahren seiner Kantoren- und KMD-Tätigkeit wurde der Posaunenchor zu einer tragenden Säule der Musik an der Marienkirche Großenhain. Zusammen mit dem Tubisten Karlheinz Schurig kümmerte er sich um den Bläsernachwuchs.

Seit 1997 finden jährlich im Frühjahr Posaunenchor-Wochenenden statt. In dieser gemeinsamen Zeit wird neues Repertoire erarbeitet und gefestigt, sowie die Gemeinschaft gepflegt. Mit einem FESTIVAL DER POSAUNENCHÖRE beging der Chor 1999 am 30./31. Oktober seinen 100. Geburtstag.

Nach kurzer Interimsleitung durch die neue Kantorin Stefanie Hendel ab 2012, übernimmt der Posaunist Jörg Withulz 2016 das Ensemble. Unter seiner professionellen Führung gewinnt der Chor bedeutend an Sicherheit in der Interpretation der verschiedenen Musikstile, die in der Posaunenchorliteratur seit vielen Jahren präsent sind. Im Konzert zum 120jährigen Bestehen am 31.10.2019, wurde dem Chor die PRO MUSICA Plakette des Bundespräsidenten der Bunderepublik Deutschland verliehen. Diese Ehrung wird Orchestern, Musik- und Instrumentalvereinigungen und Posaunenchören zuteil, die ihr 100jähriges Bestehen nachweisen können.
Neue Bläserinnen und Bläser sind selbstverständlich immer herzlich willkommen. Der Posaunenchor probt mittwochs 18.30 – 19.30 Uhr im großen Gemeindesaal des Kirchgemeindehaus Kirchplatz 5 in Großenhain. Bei Interesse kommen sie einfach dazu oder melden sich bei Jörg Withulz: jwithulz@web.de